
„The Great Pretender“ in Lam
t. Das „Rock unterm Osser“ Open Air am Samstag im Lamer Bauhofgelände war von langer Hand gut vorbereitet. Aber das Wetter kann selbst das beste Organisationsteam nicht beeinflussen. Und so fehlten beim Open Air am Samstag gut und gerne noch 1000 Besucher. Die hätten die Bands „On the RockX“ und die „Queen Revival Band“ aber auf alle Fälle verdient gehabt. Unter den knapp 500 Open-Air-Gästen, die bis um Mitternacht schwer abrockten, herrschte aber trotzdem tolle Stimmung. Eine Vorband tut sich erfahrungsgemäß immer schwer, die Konzertgäste in Begeisterung zu versetzten. Schließlich wartet ja alles auf den Hauptact. Am Samstag kam dazu auch noch das unsicher Wetter, ständig schien es, als wollte wieder ein Regenschauer das Konzert gänzlich zu Platzen bringen. „On the RockX“ ließen sich aber davon nicht beirren und spielten satten Hardrock. Die Coverband aus dem Landkreis Cham brachte echte Klassikrocksongs unter anderem von Deep Purple, ACDC und Metallica zu Gehör. Während für die Queen Revival Band die Bühne umgebaut wurde, bedankten sich die Verantwortlichen der Spvgg Lam, Franz Marchl, und des TC Lamer Winkels, Hubert Falkner, unter anderem bei den Sponsoren und der Marktgemeinde. Eine Glücksfee sorgte dafür, dass die für die Vorverkaufskarten ausgelobten Preise, mehrere Freikarten für den Hochseilpark in Lam und die Skischanze am Hohenbogen (gestiftet von der Erlebnisakademie) und ein Freiflug über den Bayerwald (gestiftet von Karl Berlinger) verlost wurden. Die Queen Revival Band brannte ab ihren ersten Song „One Vision“ dann in der Folge ein Feuerwerk von Queen Hits ab. Sie spielten sozusagen die greatest Hits der greatest Hits von Queen. Und das Publikum <span> </span>ging mit, rockte, klatschte, sang aus Leibeskräften. Die Band hat ihre Hausaufgaben gemacht und Bombastic-Sound und Show ihrer berühmten Vorbilder klasse gecovert. Die Musiker Christoph Stowasser (Bass), Piid Plötzer (Drums), Sebastian Stimmich (Keyboards) und nicht zuletzt Brian May- Double Stefan Pfeiffer sorgten für das Queen-Feeling. Den letzten Kick aber gab das Freddy Mercury-Double und Leadsänger Harry Rose. Stimmgewaltig bis spät in die Nacht schwang er den Mikrofonständer, reckte die Faust in die Luft und fetzte die Bühnentreppe rauf und runter wie weiland sein sängerisches Vorbild. Auch Freddy Mercurys „Singspiele“, bei denen er dem Publikum immer längere, schnellere und kompliziertere Tonfolgen zu wiederhohlen vorsang, wurden bei dem Konzert natürlich praktiziert. Harry Rose, alias Freddy Mercury, geizte auch nicht mit seinen körperlichen Reizen. Trotz niedrigen Temperaturen riss er sich zu „I want <span> </span>to break free“ gekonnt das T-Shirt vom Leib. Später zwängte er sich in eine silbern glänzenden Ganzkörpercatsuit oder trat nur mit Lederhose, Käppi und roter Krawatte bekleidet auf. Bei einer derartigen Show war klar, dass das Publikum die Band nicht ohne mehrere Zugaben entlassen wollte. Die wurden selbstverständlich gewährt und einer der Zugabensongs steht hoffentlich für die noch junge Reihe der Open-Air Konzerte unterm Osser: „Show must go on“!